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Im Gespräch bleiben – über Religionen hinweg
Menschen verschiedener Glaubensrichtungen und Weltanschauungen begegnen sich auf Augenhöhe. Offen, respektvoll und ohne Vorbedingungen.
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Neu: Dialogräume – unser Newsletter

Die erste Ausgabe von «Dialogräume» ist erschienen — dem Newsletter für Religionen, Weltanschauungen, kulturelle Vielfalt und gelebten Dialog.

Die Ausgabe 01/2026 steht unter dem Thema «Zeichen, Räume, Begegnungen». Sie führt vom Turiner Grabtuch als Zeichen zwischen Befund, Glaube und Geheimnis über den Besuch im Haus der Religionen Bern bis zu kommenden Dialogräumen: dem Besuch einer Synagoge in Zürich und einem

Begegnungsabend zu Neve Shalom / Wahat al-Salam, der «Oase des Friedens».

Weitere Beiträge geben Einblick in unser Netzwerk mit IRAS COTIS, stellen das Projekt Weltethos vor und laden dazu ein, fremden Glaubenswegen nicht vorschnell mit Urteil, sondern mit Aufmerksamkeit zu begegnen.​Die aktuelle Ausgabe steht kostenlos als PDF bereit. Wer künftig über neue Ausgaben informiert werden möchte, kann «Dialogräume» kostenlos abonnieren.​

 

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Editorial

Zwischen den Stimmen

In einer Zeit, in der vieles lauter und unversöhnlicher wirkt, möchten wir einen Raum für Begegnung und Zuhören öffnen. Der interreligiöse Dialog beginnt oft nicht bei den grossen Übereinstimmungen, sondern bei den feinen Unterschieden – dort, wo Menschen erzählen, was ihnen wichtig ist, und bereit sind, sich von anderen Perspektiven berühren zu lassen.

Mit diesem Newsletter möchten wir Stimmen hörbar machen, ohne sie gegeneinander auszuspielen: für Gedanken, Begegnungen und leise Annäherungen.

Was bedeutet Respekt im Glauben?

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Respekt geht über Toleranz hinaus. Er bedeutet nicht nur, den anderen zu akzeptieren, sondern ihm wirklich begegnen zu wollen.

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Respekt zeigt sich im Zuhören – mit der Bereitschaft, zu verstehen, auch dort, wo Unterschiede bestehen bleiben.
Denn gerade im Glauben sind Überzeugungen tief verwurzelt und nicht einfach aufzulösen.

Dialog beginnt nicht bei Einigkeit, sondern bei Differenz.

Respekt heisst, diese Differenz auszuhalten – ohne den anderen auf die eigene Sichtweise zu reduzieren.

Vielleicht liegt darin sein Kern: den anderen in seiner Eigenständigkeit stehen zu lassen.

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Im Gespräch bleiben

Erhalten Sie quartalsweise unseren Newsletter mit Beiträgen zum interreligiösen Dialog sowie Informationen zu Veranstaltungen, Vorträgen und Besuchen in der Region.

                                                                                                           Jetzt anmelden und Teil dieses offenen Dialograums werden.

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Der Dialog geht weiter

Unser Besuch im Haus der Religionen Bern am 9. Juni, war ein wichtiger Impuls für die weitere Arbeit unserer regionalen Arbeitsgruppe. Einen kurzen Rückblick dazu finden Sie in der ersten Ausgabe unseres neuen Newsletters «Dialogräume», der am 1. Juli 2026 erscheint.

Mit «Dialogräume» möchten wir regelmässig über Begegnungen, Veranstaltungen, Gedanken und Entwicklungen im interreligiösen Dialog informieren — in der Region Breite und darüber hinaus.

Weitere Gespräche und Begegnungen sind bereits in Vorbereitung. Interessierte Personen, Gemeinschaften und Institutionen sind herzlich eingeladen, mit uns in Kontakt zu treten.

Besuch einer Synagoge in Zürich

Am Mittwoch, 9. September 2026, um 19.30 Uhr besuchen wir die Synagoge der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich an der Löwenstrasse / Nüschelerstrasse.

Eine Synagoge ist im Judentum mehr als ein Gebetsraum. Sie ist ein Ort der Versammlung, des Lernens, des Feierns und des Gemeindelebens. Hier wird gebetet, aus der Tora gelesen, überliefertes Wissen weitergegeben und Gemeinschaft gepflegt. Wer eine Synagoge besucht, begegnet deshalb nicht nur einem religiösen Raum, sondern auch einer lebendigen Tradition.

Die Synagoge Löwenstrasse wurde 1884 eingeweiht und gehört zu den bedeutenden jüdischen Orten Zürichs. Sie ist bis heute ein wichtiger Mittelpunkt des jüdischen Lebens in der Stadt. Der Besuch bietet Gelegenheit, einen jüdischen Gebetsraum aus unmittelbarer Nähe kennenzulernen, Fragen zu stellen und mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die ihren Glauben dort leben.

Gerade im interreligiösen Dialog ist eine solche Begegnung wertvoll: Sie hilft, Schwellen abzubauen, Unbekanntes besser zu verstehen und Respekt für die religiöse Praxis anderer Menschen zu entwickeln.

Termin: Mittwoch, 2. September 2026, 18.30 Uhr
Ort: Synagoge Löwenstrasse, Nüschelerstrasse 36, 8001 Zürich

Treffpunkt um 18:20 vor dem Eingang und der Sicherheitskontrolle

Zwischen Tradition und persönlicher Erfahrung

Religiöse Traditionen geben Orientierung. Sie bieten gewachsene Formen, Rituale und Deutungen, die über Generationen weitergegeben wurden. Für viele Menschen sind sie ein wichtiger Halt – ein Rahmen, in dem sich Glauben entfalten kann. Gleichzeitig erleben viele ihren Glauben heute sehr individuell.

Persönliche Erfahrungen, Lebenswege und eigene Fragen prägen, wie Menschen glauben, zweifeln oder suchen. Daraus entsteht ein Spannungsfeld: zwischen dem, was überliefert ist, und dem, was im eigenen Leben als bedeutsam erfahren wird.

Dieses Spannungsfeld ist nicht einfach aufzulösen. Und vielleicht muss es das auch nicht. Denn gerade darin liegt eine Chance.

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Im Dialog kann dieses Spannungsfeld fruchtbar werden. Wenn Menschen einander erzählen, wie sie ihren Glauben leben, wo sie ringen oder was ihnen Orientierung gibt, entsteht eine andere Qualität von Begegnung. Es geht dann nicht mehr darum, richtige oder falsche Antworten zu finden, sondern darum, unterschiedliche Wege wahrzunehmen.

So kann Tradition lebendig bleiben – nicht als starre Vorgabe, sondern als etwas, das im Austausch immer wieder neu verstanden wird. Und persönliche Erfahrung wird anschlussfähig, weil sie im Gespräch Resonanz findet.

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Vom persönlichen Glauben zum gemeinsamen Leben

Der persönliche Zugang zum Glauben bleibt nicht ohne Wirkung auf das Zusammenleben. Was Menschen als Orientierung erfahren, prägt auch, wie sie anderen begegnen – im Alltag, in Gesprächen und im Umgang mit Unterschiedlichkeit.

So wird aus einem individuellen Spannungsfeld eine gemeinsame Frage: Wie gehen wir als Gesellschaft mit Vielfalt, Unsicherheit und unterschiedlichen Überzeugungen um?

An dieser Stelle berührt das Persönliche das Gesellschaftliche.

Und genau hier beginnt die eigentliche Herausforderung – aber auch die Chance des Dialogs.

Zusammenleben in einer verunsicherten Gesellschaft – welche Rolle spielt Religion?

Viele Menschen erleben unsere Gesellschaft derzeit als verunsichert. Gewohnte Orientierungen geraten ins Wanken, unterschiedliche Wertvorstellungen treten stärker hervor, und das Zusammenleben wird komplexer.

In diesem Kontext stellt sich die Frage: Welche Rolle kann Religion heute noch spielen?

Für manche ist Religion ein stabiler Anker. Sie bietet Orientierung, Halt und einen Rahmen, um mit Unsicherheit umzugehen. Für andere wirkt Religion eher fremd oder wird mit Abgrenzung und Konflikten in Verbindung gebracht. Beide Erfahrungen gehören zur Realität unserer Gesellschaft.

Gerade deshalb ist es wichtig, genauer hinzuschauen.

Religion kann trennen – dort, wo sie zur Abgrenzung genutzt wird. Sie kann aber auch verbinden – dort, wo sie Menschen dazu ermutigt, Verantwortung zu übernehmen, zuzuhören und sich aufeinander einzulassen. Entscheidend ist nicht nur, was geglaubt wird, sondern wie mit dem eigenen Glauben umgegangen wird.

Im interreligiösen Dialog liegt hier eine besondere Chance. Wenn Menschen unterschiedlicher religiöser Prägungen miteinander ins Gespräch kommen, entsteht ein Raum, in dem Verständnis wachsen kann – nicht durch Vereinheitlichung, sondern durch gegenseitige Wahrnehmung.

Vielleicht liegt der Beitrag von Religion heute weniger in fertigen Antworten, sondern in der Fähigkeit, Räume für Begegnung und Orientierung zu öffnen.

Impuls
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Dialog bedeutet nicht, den anderen zu verändern.
Sondern sich selbst infrage stellen zu lassen.

Aus der Arbeitsgruppe

In den vergangenen Monaten hat sich unsere Arbeitsgruppe intensiv mit der Planung und Weiterentwicklung ihrer Aktivitäten beschäftigt. Nach mehreren Vorbereitungssitzungen im Frühjahr konnte Anfang Juni ein erster wichtiger Anlass stattfinden: der Besuch im Haus der Religionen in Bern. Die Begegnung mit diesem besonderen Ort hat gezeigt, wie religiöse Vielfalt nicht nur theoretisch beschrieben, sondern unmittelbar erlebt werden kann.

Parallel dazu haben wir intensiv an unserem neuen Newsletter «Dialogräume» gearbeitet. Die erste Ausgabe erscheint am 1. Juli 2026 und informiert künftig regelmässig über Begegnungen, Veranstaltungen, Gedanken und Entwicklungen im interreligiösen Dialog. Dass der Newsletter bereits etwas früher als ursprünglich geplant erscheinen kann, hängt auch mit dem erfreulichen Interesse aus unserem erweiterten Netzwerk zusammen, insbesondere mit der Verbindung zu IRAS COTIS.

Auch die Homepage wurde entsprechend aktualisiert. Sie soll künftig nicht nur über einzelne Veranstaltungen informieren, sondern als zentrale Plattform für unsere Arbeit dienen: mit Hinweisen auf kommende Anlässe, dem Newsletter zum Herunterladen, einer Möglichkeit zur Anmeldung sowie weiteren Informationen zur Arbeitsgruppe.

Die nächsten Dialogräume sind bereits in Vorbereitung. Dazu gehören der Besuch einer Synagoge in Zürich im September sowie ein Begegnungsabend zu Neve Shalom / Wahat al-Salam im November. Weitere interne und öffentliche Formate sollen folgen.

Neben Organisation und Koordination wächst auch der Wunsch nach vertieften internen Gesprächen zu interreligiösen Themen. Aus diesen Gesprächen können künftig neue Ideen, Begegnungen und Veranstaltungsformate entstehen.

Unsere Arbeitsgruppe bleibt offen für weitere Mitwirkende. Besonders freuen wir uns über Vertreterinnen und Vertreter aus dem Judentum, dem Buddhismus, dem Hinduismus sowie weiteren religiösen und weltanschaulichen Traditionen, die sich aktiv in den Dialog einbringen möchten.

Ein weiterer Ausblick: Für das Jahr 2027 ist bereits ein Anlass zum Thema Abrahamitischer Dialog vorgesehen.

Veranstaltungen - Termine
1. Juli:  Erstveröffentlichung unseres Newsletters "Dialogräume 01/26"                                                        

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2. September / 18:30: Führung in einer Zürcher Synagoge mit einem Rabi in der Synagoge Löwenstrasse, Nüschelerstrasse 36, 8001 Zürich 

     

7. bis 15. November: Woche der Religionen, in der ganzen Schweiz 

   Über 30 Teams aus acht Religionen organisieren rund 100

   Veranstaltungen. Ziel ist es, durch  Begegnungen und 

   gemeinsame Erlebnisse gegenseitigen Respekt und

   tragfähige  Partnerschaften zu fördern.   

                                                                                        

12. November in Bassersdorf: Abendveranstaltung, Vorstellung von

     Neve Shalom, Israel                                                                          

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Interreligiöser Dialog Breite

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Hinweis zum interreligiösen Dialog

Die auf dieser Website dargestellten Inhalte und Perspektiven dienen dem offenen Dialog zwischen verschiedenen religiösen Traditionen. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder verbindliche Auslegung einzelner Glaubensrichtungen.

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